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Rubrik Baby-Blues

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Baby-Blues - die Erfahrungsberichte



  DIE BEITRÄGE  
 
Schatten & Licht- Krise nach der Geburt e.V.
c/o Sabine Surholt
Obere Weinbergstr. 3
86465 Welden
Tel. 08293/965864

http://www.schatten-und-licht.de

Das erwartete Kind ist da und plötzlich kommt alles anders als erträumt? Statt Mutterglück nur Tränen, Unsicherheit, Angst?
Dieses Phänomen ist nicht selten, denn weitaus mehr Frauen als gemeinhin angenommen geraten nach der Geburt eines Kindes in eine Krise.
Frauen, die dies erlebten und Menschen, deren nächste Angehörige von einer Krise nach der Geburt betroffen
waren und die in dieser schweren Situation nicht die Hilfe fanden, die sie so dringend benötigt hätten, haben sich zusammengeschlossen und diesen Verein gegründet.

Seit Sommer 1996 besteht der Verein Schatten & Licht - Krise nach der Geburt e.V... Wir sind ein bundesweiter Verein, der sich zu Ziel gesetzt hat, von postnatalen Depressionen betroffenen Frauen (und natürlich deren Angehörigen) zu helfen.
Eines der Gründungsmitglieder ist Petra Nispel, die 1994 als erste den Schritt in eine breite Öffentlichkeit unternahm, um auf die Problematik der postnatalen Depression (PND) aufmerksam zu machen. Sie nahm an einer Talkshow teil, die sich mit dem Thema befaßte. Die Resonanz auf diese Sendung war unglaublich.
Die meisten Mitglieder lernten sich aufgrund ihrer Initiative kennen. Mittlerweile hat Petra Nispel ein Buch geschrieben (Mutterglück und Tränen), das den aktuellen Stand der Fachliteratur zusammenträgt und in das viele Erlebnisse und Erfahrungen betroffener Frauen eingeflossen sind.

Die Krise nach der Geburt gliedert sich in drei verschiedene  Kategorien, deren Grenzen fließend sein können.

Babyblues - “Heultage”

Der Babyblues bezeichnet ein kurzfristiges Stimmungstief in den ersten zehn Tagen nach der Entbindung. Er entsteht meist zwischen dem 3. und dem 5. Tag.  Vor allem die drastische hormonelle Veränderung, die mit dem Tag der Niederkunft einsetzen, sowie die völlig veränderte Lebensituation werden als Auslöser für den Babyblues angesehen


Die typischen Kennzeichen der “Heultage” können sein:

  • Traurigkeit und häufiges Weinen,
  • Empfindsamkeit und Stimmungsschwankungen,
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlaf- und Ruhelosigkeit,
  • Ängstlichkeit und Reizbarkeit,
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Postnatale Depression

Postnatale Depression kann jederzeit im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes entstehen. Dabei sind graduelle Abstufungen von leicht bis schwer zu unterscheiden. Typisch ist jedoch eine schleichende Entwicklung. Die Kennzeichen einer solchen Depression können sein:

  • Müdigkeit, Erschöpfung und Energiemangel
  • Traurigkeit, häufiges Weinen undinneres Leeregefühl, Schuldgefühle,
  • allgemeines Desinteresse und sexuelle Unlust,
  • Konzentrations- Appetit- und Schlafstörungen,
  • Kopfschmerzen, Schwindel und Herzbeschwerden ...
  • Ängste, extreme Reizbarkeit, Panikattacken und Zwangsgedanken (wiederkehrende destruktive Vor-stellungen und Bilder)
  • sowie Selbstmordgedanken, zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber,

Wochenbettpsychose - Postnatale Psychose

Die postnatale bzw. postpartale Psychose, die Wochenbettpsychose, gilt als die schwerste, aber seltenste Form der nachgeburtlichen Krise, in deren Verlauf die betroffene Mutter den Kontakt zur Realität verlieren kann. Sie kommt bei einer bis drei von 1000 Müttern vor. Die postnatale Psychose entsteht  vorwiegend in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung, kann sich aber auch aus einer Depression entwickeln. Es lassen sich folgende Formen unterscheiden

  • manisch:, starker Antriebssteigerung, motorischer Unruhe, Verworrenheit und Wahnvorstellungen.
  • depressiv:, mit extremen Angstzuständen, Antriebs-, Bewegungs- und Teilnahmslosigkeit.
  • schizophren: mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Antriebsarmut.

Die Ursachen für das nachgeburtliche Stimmungstief sind so vielfältig wie das jeweilige Erscheinungsbild der Krise.
In der Literatur wird heute ein multifaktorieller Ansatz als Erklärungsversuch für die Ursachen der PND herangezogen.
Dabei spielen:

  • biologische (z.B. Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes, Schilddrüsenschwäche)
  • Psychische (z.B. ein traumatisches Geburtserlebnis)
  • sowie gesellschaftliche Gründe (“Mutter-Mythos”) eine Rolle.

Jede Frau hat ihre eigene spezifische physische und psychische Grundausstattung und ihr eigenes, individuelles Lebensumfeld.
Somit variieren die Ursachen die in postnatale Probleme münden können, von Frau zu Frau.

Schatten & Licht -Krise nach der Geburt e.V. wendet sich an all die Frauen, die nach der Geburt eines Kindes in eine Krise geraten sind, die feststellen, daß mit dem Einzug eines Babys nicht automatisch alles klappt.
Wir wollen helfen, betroffenen Frauen den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Dazu haben wir auch eine Kontaktliste, in die sich alle Frauen aufnehmen lassen können, die Gesprächspartnerinnen in ihrer Nähe suchen oder bereit sind eine Selbsthilfegruppe zu gründen.
Aus eigener Erfahrung sind wir vom Prinzip der Selbsthilfegruppen überzeugt. Das offene gegenseitige Gespräch kann sehr viel Last von den Schultern nehmen. Es ist ein Weg aus der Isolation, in die viele Betroffen Mütter geraten, weil sie denken sie seien allein mit ihren Problemen.
Wir unterstützen Frauen, die selbst die Initiative ergreifen wollen, um anderen Frauen und eine Selbsthilfegruppegründen wollen.
Wir knüpfen ständig Kontakte mit Fachleuten, die sich auf dem Gebiet der PND auskennen und an die wir hilfesuchende Frauen weiterleiten können. Leider sind es immer noch viel zu wenig GynäkologInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen, und TherapeutInnen, denen die postnatale Problematik bekannt ist.
Wir wollen schwangeren Frauen und solche, die sich ein Kind wünschen, informieren. So sollte unseres Erachtens in jedem Geburtsvorbereitungskurs und in jedem Baby-Ratgeberein Hinweis auf mögliche Probleme nach der Entbindung gegeben werden.
Wir wollen den Mythos der allzeit glücklichen und perfekten Mütter korrigieren, um den Müttern den hohen Anforderugsdruck zu nehmen, den sie sich selbst und den die Gesellschaft ihnen auferlegt. Zur Verwirklichung dieser Ziele organisieren wir Vorträge und veröffentlichen Informationen in der Presse und stehen jederzeit mit Auskünften zur Verfügung.
Wir können keine Therapie ersetzen. Wir sind jedoch bereit ein Tabu zu brechen und über unsere  Erfahrungen zu berichten. Wir wollen versuchen, möglichst vielen Frauen zu helfen.

 
   
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